PV-Anlage auf Dach der Reithalle Kloster Einsiedeln
Heizzentrale Energieverbund Einsiedeln ist fertiggestellt
Die Heizzentrale des Energieverbundes Einsiedeln ist fertiggestellt und wurde planmässig vor Einbruch des Winters in Betrieb genommen. Inzwischen liefert der Holzkessel mit Altholzverbrennung erneuerbare Wärme an das Kloster und diverse Liegenschaften des Bezirks. Wir bedanken uns herzlichst bei der Bauherrschaft für den spannenden Auftrag und danken allen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit!
Film von Primeo Energie
Neubau Heizzentrale Energieverbund Einsiedeln
Das Kloster Einsiedeln betrieb seit längerer Zeit eine Holzschnitzel-Heizung zur Erzeugung von Wärme und Dampf für die Klostergebäude. Das Ende der Lebensdauer der bestehenden Heizung war nah und das Kloster beschloss zusammen mit Partnern einen Wärmeverbund für die Klosteranlage und öffentliche wie private Gebäude zu erstellen. weiterlesen… Herzstück des Energieverbund Einsiedeln ist die neue Heizzentrale, welche über einen Holz- und einen Ölkessel verfügt. Der Holzkessel wird mit gehacktem Altholz betrieben, der Ölkessel deckt Leistungsspitzen und bietet die notwendige Redundanz für Ausfälle und Revisionsarbeiten. Der Standort der neuen Heizzentrale ist heute ein Lagerplatz für geschnittene Hölzer. Das Gebäude ist ein fensterloser Zweckbau, der die Anlagenteile vor der Witterung und die Umgebung vor den Emissionen der Anlage schützt. Die Gestaltung der Fassade orientiert sich an den vorhandenen Holzstapeln. Lediglich die Kamine definieren den Bau als Heizzentrale. Mit der horizontal gegliederten Holzverkleidung fügt sie sich in die Bauten der neueren Zeit ein und setzt sich von den alten Klostergebäuden ab.
Sanierung Hauseingang Gewerbehaus
Das modernistische Bürohaus wurde in den 70er Jahren von der Firma Benziger erbaut. weiterlesen…
Der bestehende Hauseingang und der eingezogene Zwischenboden waren wärmetechnisch sanierungsbedürftig.
Heizzentrale Energieverbund Einsiedeln – Bauarbeiten haben begonnen
Film von EBM
Die neue Heizzentrale der EBM Wärme AG befindet sich im Bau und wird voraussichtlich ab Winter 2018 Wärme an das Kloster sowie die Schulhäuser Brüel liefern. Die neue Heizzentrale ersetzt die etwas südlich gelegene alte Heizzentrale des Klosters. Der geplante Holzkessel wird mit Altholzschnitzeln der lokalen Entsorgungsunternehmen befeuert, ein zusätzlicher Ölkessel deckt Leistungsspitzen ab und dient als Reserveheizung. Die Gebäudehülle ist fertiggestellt, die grossen Anlageteile sind installiert und die Verrohrung ist weitgehend abgeschlossen.
Umbau Einfamilienhaus Ponte
Neubau Alphütte Büel
Die alte Alphütte befand sich in sanierungsbedürftigem Zustand. Die Lage in der Geländesenke, welche ursprünglich dem Vorhandensein von Wasser geschuldet war, wurde durch den Neubau eines hydraulischen Widders samt Reservoir obsolet.
weiterlesen… Die realisierte Alphütte erfüllt die minimalen Anforderungen eines zeitgemässen Alpbetriebs. Die Hütte wurde in Holzelementbauweise erstellt und aussen wie innen mit einer Holzschalung verkleidet. Der zentrale Holz-Herd in der Küche beheizt mit der Speicherwand gesamte Hütte.
Im Erdgeschoss befindet sich der grosszügige Essraum mit angrenzender Küche, Entrée, Bad und Remise, im Dachgeschoss bietet die Hütte zwei Schlafzimmer und ein Lagerraum.
Eine kleine Photovoltaik-Anlage versorgt die entlegene Hütte mit elektrischem Strom.
Dachausbau und Sanierung Haus Schäfli
Das Haus Schäfli ist eines der wenigen Häuser im Dorf Einsiedeln, das seit dem Neubau nach dem Dorfbrand von 1680 in vielen Teilen unverändert erhalten blieb. Eine dringend notwendige Erneuerung der Gebäudehülle gab den Anlass, die kleine Wohnung im Dachgeschoss auszubauen und im Rahmen des Denkmalschutzes mögliche energetische Verbesserungen vorzunehmen. Mit dem Anbau von Balkonen und einem Lift auf der Hofseite wurde der Komfort aller Wohnungen verbessert.
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Die meisten Häuser im Dorf sind zusammengebaut und haben zwei sich deutlich unterscheidende Fassaden: Eine repräsentative Vorderseite und eine funktionale Rückseite. Das ist auch beim Haus Schäfli so. Die Vorderseite, welche durch die Lücke zwischen Hirzen und Pfauen auch Teil des Klosterplatzes ist, wurde ausschliesslich restaurativ behandelt. Der Zustand war gut, so dass man lediglich einen Teil der Fenster und den Anstrich erneuern musste. Der Zustand der rückseitigen Fassade und des Daches waren hingegen sehr schlecht. Die äusseren Bekleidungen mussten bis auf die Grundkonstruktion ersetzt werden. Das ergab die Gelegenheit, auch eine gute Wärmedämmung einzubauen. Laubengangartige Balkone verbinden den grossen Dachaufbau mit der Fassade und mit dem Boden. Auch dienen die Balkone als Zugang zum neuen Lift, der das schmale Treppenhaus ergänzt. Anstelle der Holzschindeln wurde die Hoffassade mit kleinformatigem Eternitschiefer verkleidet.
Neubau Wohn- und Gewerbehaus Zehnder
Nach einer zügigen Planungs- und Bauzeit wird der Neubau des Wohn- und Gewerbehauses Zehnder bis Ende Juni 2016 vollendet. Anlass für dieses Projekt war die notwendige Sanierung des rund 60-jährigen Chalets, das auf dem nun neu bebauten Grundstück stand. Anstelle einer Renovation entschied sich die Familie Zehnder für den Neubau eines Wohn- und Gewerbehauses, das die Parzelle besser nutzt als der Vorgängerbau.
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Konzept
Die Lage in der Industrie- und Gewerbezone ergab die Nutzung des neuen Mietobjektes mit grosszügigen Gewerberäumen im Erd- und 1. Obergeschoss und drei schönen Wohnungen in den Obergeschossen, die mit Wiederaufbaurecht erstellt werden konnten. Das dreieckige Grundstück zwischen der Langrüti- und Luegetenstrasse und dem Handwerkerzentrum erforderte einen speziellen Entwurf. Das neue Gebäude nimmt Elemente des Areals der Sägerei Zehnder auf. Zum einen prägen die grossen Holzlager den Ort, zum anderen die aneinander gereihten Satteldächer, welche vornehmlich mit grauem Welleternit eingedeckt sind. Diese Dachlandschaft wird in der gewählten Dachgestaltung fortgeführt. Die Holzfassade aus horizontalen Holzlatten gleicht den Holzbeigen, welche zahlreich südlich und nördlich des Neubaus stehen. Der Gewerberaum im Erdgeschoss orientiert sich zur Langrütistrasse hin und markiert mit einer grossen Auskragung den Haupteingang, während sich die Büroräume und Wohnungen in den Obergeschossen gegen Südosten öffnen und eine wunderbare Aussicht auf den Tritt und die Mythen bieten. Eine grosse Terrasse und räumlich gefasste Balkone erweitern die Wohnräume in den nahen Naturraum. Im Untergeschoss befinden sich eine Tiefgarage mit 12 Parkplätzen sowie Lager-, Keller- und Technikräume.
Konstruktion und Materialisierung
Das Untergeschoss, das Erdgeschoss und das Treppenhaus wurden in Beton gebaut, die Obergeschosse in Holz. Die konstruktiven Materialien bleiben weitgehend sichtbar. Im Erdgeschoss ist es Beton, der aussen in Sichtqualität in eine Holzschalung gegossen wurde und innen im Treppenhaus fein lasiert weitergeführt wird. Beton ist auch das Material, das im Untergeschoss die Wasserdichtigkeit, im Treppenhaus den Brandschutz und im 1. Obergeschoss die grosse Spannweite und den Schallschutz zu den Wohnungen leistet. Die Obergeschosse sind geprägt durch die moderne Holzkonstruktion mit edlen, weiss lasierten Mehrschichtplatten der Firma Pius Schuler AG. Die Fassade ist mit einer unbehandelten Douglasien-Schalung verkleidet, welche mit der Zeit natürlich vergrauen wird.
Baubiologie und Energie
Die Familie Zehnder betreibt seit mehreren Generationen einen Sägereibetrieb. Da lag es nahe, für den Neubau auf Holz zu setzen. Holz prägt das Gebäude innen und aussen durch seine natürlich lebhaften Oberflächen und seine ökologischen Eigenschaften. Mit der gleichen Philosophie wurde der Beton mit Pneumatit® veredelt. Pneumatit® verbindet den Baustoff Beton neu mit den Prozessen des Lebens. Der Beton wirkt darum wohltuend und unterstützend auf die menschliche Physiologie. Der dritte lebensfreundliche Pfeiler des Hauses ist der Einsatz der GRANDER®-Wasserbelebung, welche das Trinkwasser auf natürliche Weise stabilisiert und biologisch aufwertet. Das neue Gebäude wird zu 100% mit CO2-neutraler Fernwärme aus der Sägerei versorgt. Mit grossen Fenstern gegen Süden und Osten und kleineren gegen Norden und Westen wird der passiven Gewinnung von Sonnenenergie Rechnung getragen.
Umbau Wohnhaus Baschnagel
Umbau Reihenhaus Lombard
Das umgebaute Haus liegt am aussichtsreichen Hang über Altendorf. Ein exklusiver Innenausbau schafft neue Wohnqualitäten und ist gleichzeitig wertsteigernd
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Die Fassade wurde mit hochwertigen Holz-Metall-Fenstern energetisch saniert. Die Innenräume wurden mit zeitgemässen Materialien neu gestaltet und Installationen komplett erneuert. Der fugenlose Bodenbelag und der warme Eichenparkett erzeugen eine wohnliche Atmosphäre. Ein neu gestalteter Eingangsbereich bietet eine grosszügige Garderobe für die ganze Familie. Eine Küche aus edlem Nussbaumholz setzt einen Akzent im offenen Wohn- und Esszimmer. Das Badezimmer wurde mit edlen Materialen erneuert. Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept setzt die Materialien und Inneneinrichtung ins richtige Licht. Die Schlafzimmer wurden alle mit Einbauschränken ausgestattet. Ein Studio im Dachgeschoss dient als gemeinschaftlicher Arbeitsraum für die ganze Familie.
Anbau Haus Som
Das bestehende Wohnhaus mit dem Baujahr 1980 diente der Familie Som mehrere Jahre als Familienheim. Nachdem alle Kinder ausgezogen waren, lebten die Eltern weitere Jahre alleine im grosszügigen Haus. Aufgrund der neuen familiären Umstände wird das bestehende Haus in Zukunft von den Nachkommen bewohnt und für die Eltern muss eine neue Wohnform gefunden werden. Die Familie beabsichtigte auf dem Grundstück ein „Stöckli“, ein eigenes Haus für die Eltern errichten, um die familiäre Betreuung der Eltern zu ermöglichen.
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Das bestehende, viergeschossige Wohnhaus mit markantem Schrägdach soll aussen wie innen erhalten bleiben und wird sanft renoviert. Der Anbau wird aufgrund der geringen Grundstücksreserven ostseitig über zwei Geschosse an das bestehende Haus realisiert. Eine gemeinsame Dachterrasse verbindet die beiden Häuser räumlich und funktional. Der volumetrisch und gestalterisch abgesetzte Anbau bewahrt die Eigenständigkeit des historischen Hauses respektvoll und erscheint in zeitgemässer Gestaltung. Harmonisch abgestufte Fassaden und Ausschnitte gliedern das neue Volumen in mehrere Teile und nutzen die verfügbaren Grundstücksreserven optimal aus. Ein abgestuftes Flachdach mit geschlossenen Brüstungen führt die markante Dachkontur des bestehenden Hauses fort. Grosszügige Fensteröffnungen mit Aussicht schaffen Bezug zum Zürichsee und dem schönen Garten.
Das bestehende Haus wurde mit einem verputzten Zweischalen-Mauerwerk und Holzböden erstellt, ein steiles Ziegeldach bedeckt das Haus. Das bestehende Haus wird aus architektonischen Gründen nicht wärmegedämmt.
Der Anbau wird in Holzbauweise erstellt. Eine offene, vertikale Holzschalung aus vorvergrauten Latten bekleidet den Anbau. Der Anbau erfüllt mit einer Zellulosewärmedämmung die aktuellen Wärmedämmvorschriften. Die bestehende Gasheizung wird weiterverwendet und beheizt zukünftig beide Wohnhäuser.
Neubau Einfamilienhaus Zehnder
Das Einfamilienhaus steht im ländlichen Raum an der Strasse von Einsiedeln nach Alpthal. Es ist ein Massanzug für einen Zwei-Personen-Haushalt mit nachhaltiger Energieversorgung: Stückholzheizung, 11 m2 Sonnenkollektoren und 11.5 kWp PV-Anlage. Das Gebäude wurde in Massivbauweise errichtet und mit Eternit bekleidet. Der rohe Beton dominiert zusammen mit dem Holzboden den Wohnraum. Der hochwertige Ausbau kontrastiert mit der bescheidenen äusseren Erscheinung des Hauses.
Neubau Mehrgenerationenhaus Ziegeleiweg
Auf einer kleinen Parzelle am Übergang vom Wohn- zum Industriegebiet wurde ein kleines Wohnhaus abgebrochen und durch ein 3-Generationenhaus ersetzt. Die fünf Parteien erhielten massgeschneiderte Wohnungen und einen Gemeinschaftsraum mit Küche und Dusche. Der Gemeinschaftsraum kann um den grosszügigen Eingangsbereich erweitert oder auch als Gästezimmer genutzt werden. Aufgrund der sehr kleinen Parzelle ist die Gestalt durch das Baugesetz geprägt. Die Geschosse springen nach oben zurück und bilden lange Terrassenbänder. Die einspringende Nordwestecke markiert den Hauseingang. Die Fassadenverkleidung wurde den vielen Nachbarbauten angeglichen, welche ebenfalls mit Eternit verkleidet sind. Beheizt wird das Gebäude ausschliesslich CO2-neutral mit Pellets und Sonnenkollektoren.
Sanierung Kirche Kloster Au
Die moderne Klosterkirche wurde 1974 eingeweiht und als Ersatz der ursprünglichen Kirche von Hansueli Steinmann entworfen. Trotz dem raffinierten Entwurf klagten die Klosterbewohnerinnen schon bald über die mangelnde Behaglichkeit im hellen Kircheninnern.
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Die ungedämmten Aussenwände waren stets kühl und durch die mechanische Lüftung entwickelte sich störende Zugluft. Die Opferkerzen erzeugten starken Russ, worauf die Kirche stark verschmutzte.
Das primäre Ziel der Sanierung war, die Behaglichkeit in der denkmalgeschützten Kirche zu verbessern und der Kirche im Ensemble der übrigen Klosterbauten eine angemessene Fassade zu verleihen. Die Gebäudehülle wurde sanft in der architektonischen Sprache der ursprünglichen Kirche saniert. Die hinterlüfteten Flachdächer wurden saniert und wärmegedämmt.
Die Aussenwände wurden mit mineralischer Steinwolle gedämmt und mit einem hochwertigen Kalkputz verputzt. Alle Metall-Fenster wurden mit Holzfenstern mit Wärmeschutzglas ersetzt. Die veraltete mechanische Lüftung wurde zurückgebaut und durch eine motorisierte Fensterlüftung ersetzt. Für die Opferkerzen wurde ein neuer Opferstock mit integriertem Filter gestaltet.Die unterhaltsintensive Deckenbeleuchtung wurde durch eine zeitgemässe LED-Beleuchtung ersetzt.
Umbau Wohnhaus Birchlimatt
Das Einfamilienhaus im Birchli, östlich von Einsiedeln, blickt über den Sihlsee und die umliegende Bergkette. Eine traufseitige Erhöhung des Daches und der Anbau eines Treppenhauses mit Zimmer ermöglichte das Dachgeschoss zu einer eigenen Wohnung auszubauen und das Gebäude in ein Zweifamilienhaus zu transformieren. Die bestehende Balkenlage wurde ostseitig abgebrochen und mit flacherem Winkel wieder erstellt. So konnten in der entstandenen Wand Fenster angebracht werden, welche auf die neue Terrasse führen. Die Terrasse bildet für die untere Wohnung einen überdachten Sitzplatz mit Blick auf den See. Die bestehende Heizung wird unterstütz durch neue Sonnenkollektoren.
Erweiterung und Sanierung Mehrfamilienhäuser Wohnbaugenossenschaft Familia
Die Wohnbaugenossenschaft FAMILIA unterzog ihre gesamte Liegenschaft einer energetischen Sanierung und ergänzte die Wohnungen mit grosszügigen, verglasten Balkonen. Bei den letzten beiden MFH schuf sie mit einem Zwischenbau und zwei Dachwohnungen insgesamt sechs neue, behindertengerechte 3 ½- Zi-Wohnungen. Gleichzeitig baute sie eine Tiefgarage mit 50 Parkplätzen und erschloss diese Bauetappe mit Liften. Für den Umbau der alten Wohnungen konnten die Mieter vorübergehend in die neuen Wohnungen zügeln. Der Innenhof wurde komplett neu gestaltet und bietet verschiedene Spiel- und Aufenthaltsbereiche.
Dachaufbau Wohnhaus Bisig
Sanierung Pfarrhaus ref. Kirchgemeinde Einsiedeln
An- und Umbau Haus Tulipan
Die Liegenschaft Tulipan an der Schwanenstrasse besteht aus zahlreichen Gebäudeteilen mit sehr unterschiedlichen Bauzeiten. Ebenso unterschiedlich sind die Konstruktionen, vom gewandeten Holzbau über Riegel- und Ständerkonstruktionen bis zu den neueren Bauten in Backstein und Beton.
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Der Eckbau Schwanenstrasse 29 steht unter Denkmalschutz. Die Gebäude waren alle zusammengebaut, ineinander verschachtelt und zeigten sich baulich in sehr unterschiedlichen Zuständen. Der mittlere Bauteil war so schlecht, dass sich ein Neubau aufdrängte.
Mit dem Hof, der ein paar Treppenstufen über der Schwanenstrasse liegt, wird ein halböffentlicher Raum und attraktiver Hauszugang geschaffen. Neben dem Gewinn für das Büro und die Wohnungen ergibt er auch eine Bereicherung des Strassenraumes. Im Gegensatz zur Hauptstrasse ist die Schwanenstrasse kein geschlossener Strassenraum, sondern ist eine Abfolge von Plätzen und Aussenräumen, die durch Strassen miteinander verbunden wurden. Die Anlage ist gewunden, erscheint organisch gewachsen und lebt von platz- oder gartenartigen Ausweitungen. Die hofartige Erweiterung in die Liegenschaft Tulipan ist eine vorteilhafte räumliche Ergänzung der Schwanenstrasse. Das Material- und Farbkonzept entwickelte sich zum einen aus den Vorgaben des denkmalgeschützten alten Tulipans und zum anderen aus der Absicht, die Bauten auf der Liegenschaft zu gliedern. Die Teile B und C wurden durch die verputzte Fassade und die Fenstergestaltung zusammengefasst und bilden für den alten Tulipan einen Rücken. Das Haus Tulipan wurde in der ursprünglichen Fassung restauriert. Der nördliche Teil im Bereich A, der auf dem Dach in die Attika übergeht und mit kleinformatigen Eternitschindeln verkleidet ist, bindet alle Bauteile zusammen.
Wir haben den ganzen Gebäudekomplex in drei Teile gegliedert:
Der westliche Gebäudeteil besteht im Wesentlichen aus dem südlich stehenden Haus Tulipan, das unter Denkmalschutz steht. Das Dachgeschoss befand sich baulich und gestalterisch in einem schlechten Zustand und wurde durch ein neues Mansarddach ersetzt. Ansonsten blieb das Haus erhalten und die Fassade wurde denkmalpflegerisch restauriert. Sondierungen brachten drei Bemalungen zum Vorschein. Neu aufgebracht wurde die erste Fassung von aufgemaltem Sichtsteinmauerwerk. Sämtliche Fenster wurden ersetzt. Die nördlichen Bauteile sind Nebenbauten verschiedenen Datums. Das Dach wurde abgebrochen und es wurden zwei zusätzliche Geschosse in Holzelementbauweise darauf gebaut. Die Aussenwände wurden statisch verstärkt und mit einer Aussendämmung versehen.
Der schlechte bauliche Zustand des mittleren Gebäudebereiches war der eigentliche Anlass für das umfassende Bauprojekt. Die mangelhafte Bausubstanz und die unbefriedigende Eingangssituation liessen eine vernünftige Renovation nicht zu. Durch den Neubau konnte ein attraktiver Eingangshof geschaffen werden, der Licht und Sonne in die Parzellentiefe dringen lässt. Die fünf neuen Wohnungen und das neue Büro der Tulipan AG sind sehr hell und haben eine für die dichte Dorflage überraschende Aussicht. Die Grundrisse sind originell und grosszügig, der Ausbaustandard gehoben. Im Untergeschoss konnten sieben Garagenplätze untergebracht werden, welche über die Jägergasse erschlossen und per Lift mit den Wohnungen verbunden sind. Die Dächer werden weitgehend als grosszügige Terrassen genutzt. Auf eine zusätzliche Unterkellerung wurde aus Respekt vor dem Baugrund und dem nahen Dorfbach verzichtet.
Der Bereich C wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren errichtet. In diesem Teil wurde die Bäckerei neu organisiert sowie die Heizzentrale für die ganze Liegenschaft eingebaut. Die Abwärme der Kühlanlage wird für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Die bestehende Wohnung auf dem Betrieb erhielt einen neuen Zugang über das neue Treppenhaus.
Umbau Wohnung Baumann
Das Terrassenhaus aus den 60er Jahren an der Oberen Sihleggstrasse in Schindellegi erfordete eine gründliche Sanierung, energetisch und im Ausbau. Eine sehr gute Aussendämmung und entsprechende Fenster rückten die Energieschleuder in die Nähe des Minergiestandardes und erlaubten den Einbau einer kleinen Erdsondenwärmepumpe. Die Qualität des Grundrisses wurde beibehalten und mit präzisen Eingriffen und einem hochwertigen Ausbau versehen. Damit entspricht die Wohnung wieder der sehr attraktiven Wohnlage.
Dachaufbau Wohnhaus Zürcher
Das Mehrfamilienhaus „Gäch Dach“ liegt in einem alten Dorfteil Einsiedelns zwischen der Langrütistrasse und der Wänibachstrasse. Dicht aneinander stehende Satteldach-Bauten bilden den Kontext.
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Auf der Fläche der westseitigen Terrasse wurde die Dachwohnung auf der Flucht des Satteldaches erweitert. Das steile Dach definiert den Wohnraum und öffnet diesen grosszügig zur Abendsonne. Das ganze Dach wurde saniert, gedämmt und gegen Süden mit Sonnenkollektoren ergänzt, welche zusammen mit der neuen Pelletheizung den Heiz- und Warmwasserbedarf CO2-neutral decken. Beim Innenausbau wurden wenige, hochwertige Materialien eingesetzt wie Eichenholz und Valser Gneis.
Das im Brandschutz verbesserte Treppenhaus wurde um einen Stock erweitert und mündet in einem wintergartenartigen Gemeinschaftsraum, der die neue Dachterrasse erschliesst und mit der Rundum- Verglasung einen weiten Blick über die Dächer von Einsiedeln bietet, vom Kloster bis zu den Mythen.
Umbau und Aufstockung Einfamlienhaus Kälin
Neubau Wohnhaus mit Praxis
Für den Neubau des Wohnhauses mit biologischer Praxis kam nur eine weitgehend biologische Bauweise in Frage. Gewählt wurde eine leimfreie Massivholzkonstruktion in Appenzellerholz, gedämmt mit Holzfaserdämmung und verkleidet mit unbehandelter Douglasienschalung. Auch die inneren Boden- und Wandverkleidungen sind in Holz und Linoleum ausgeführt. Beheizt wird das Gebäude mit einem zentralen Holzspeicherofen und Sonnenkollektoren. Abwechslungsreiche Aussenräume im Garten und auf den Terrassen ergänzen die Innenräume.
Umbau Chalet Quellweg
Neubau Musikhaus Kloster Einsiedeln
Bauleitung im Auftrag von Diener & Diener, Basel
Wie das Musikhaus aus den 30er Jahren dient das neue Musikhaus, das an seiner Stelle errichtet wird, vor allem dem Musikunterricht und dem Üben der Studenten der Stiftsschule. Aussen ist das Haus durch den vorgelagerten Studentenhof zugänglich, innen verbindet der Baukörper das Theater und anschliessende Fachräume mit dem Hauptgebäude des Klosters.
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Dem neuen unmittelbar an den Klosterhauptbau angebauten Treppenhaus folgen eine grosse Gartenhalle und der Studentenmusikraum. Die Räume der Musikbibliothek und ein Lichthof liegen im Souterrain, die Übungsräume und ein Musiksaal im Obergeschoss. Ein Aufzug ergänzt die Treppenanlage. Er gewährleistet einen schwellenlosen Zugang zu allen Räumen des Musikhauses und erleichtert die Verbindung von den Klassenräumen im Klosterbau zu den Spezialräumen der Schule wesentlich. Der Baukörper vollzieht durch seine Bauweise eine Unterscheidung in drei Teile. Die Mitte des neuen Baukörpers wird von der Gartenhalle im Erdgeschoss gebildet. Das Obergeschoss mit den Übungsräumen spannt wie eine Brücke stützenfrei darüber. Die massiv errichteten Flügel des Treppenhauses und des Saals bilden die Widerlager dieser Brücke. Das Gebäude wird von einem leicht geneigten Dach gedeckt. Die Erlebbarkeit der Räume überlagert das Prinzip der dreiteiligen Anordnung. Auf dem oberen Geschoss sind Musiksaal, Übungsräume und Treppenhaus, ebenerdig das Treppenhaus und die Gartenhalle zu einer Raumfolge verbunden. In diesen grossen Takt sind die einzelnen Räume eingebunden, welche eine eigenständige Gestalt gewinnen. Im Zentrum stehen die Übungsräume. Sie sind als konzentrierte Zellen ausgebildet und folgen so der Grundstruktur der Klosteranlage. Sie sind jedoch durch die raumbegrenzenden Schotten der Trägerstruktur vernetzt, so dass in jedem einzelnen dieser Räume auch die verbundene Gestalt des ganzen Bauwerks erlebbar wird. Räumliche Weite und Dichte wechseln einander ab. Der grossen Gartenhalle folgen die zehn dicht aneinander gesetzten Übungsräume und Lehrräume. Ihnen folgt der 13 x 9 m grosse Musiksaal mit der Orgel. Er besitzt ein grosses Fenster in die Richtung der grossen Wiese, die zwischen Studentenhof und Theater liegt.
FASSADE UND STUDENTENHOF
Die Fassade zum Studentenhof ist ein Abbild der dreigliedrig gestalteten inneren Struktur des Baukörpers. Der linke und rechte Flügel treten in mehrheitlich geschlossener Form in Erscheinung. Zwei durchgängige Flächen aus sandgestrahltem, hellem Kunststein rahmen den Mittelteil. Im Gegensatz zu den Fensterfassaden des Schulflurs des Hauptbaus bewirken diese Flächen keine weitere Rhythmisierung des Raums als die durch die Dreiteilung des Baukörpers selbst hervorgerufene. An der Stelle des mittig zu erwartenden echten Risalits wird die kubische Linie des Baukörpers nicht verlassen. Für den Mittelteil werden Holz und Glas verwendet. Diese Unterbrechung der Materialisierung ist auffällig. Die Fassade präsentiert an dieser Stelle den Eingang ins Musikhaus, das Innen und Aussen in Weiss gehalten ist. Die Struktur des Mittelteils könnte als Ausnahme in unbemaltem Holz belassen werden, das natürlich vergraut und so eine ähnliche Farbe erhalten wird wie die steinsichtigen Gebäudetrakte des Klosters.
STRUKTUR UND TRAGWERK
Das Gebäude ist zweigeschossig, mit einer Unterkellerung. Der Grundriss beschreibt ein langgezogenes Rechteck. Im mittleren Drittel dieses Rechtecks ist das Erdgeschoss nach beiden Längsseiten hin offen und das Obergeschoss spannt sich wie eine Brücke frei darüber. Die stärker geschlossenen Seitenteile des Hauses bilden die Widerlager der Brücke. Das Gebäude wird von einem flach geneigten Walmdach gedeckt. Für die tragende Konstruktion bietet sich Ortbeton an: die kleinteiligen Übungszimmer im Innern der Brücke bilden in Beton eine selbsttragende Schottenstruktur, zusammen mit den Deckenplatten und dem ebenfalls betonierten Walmdach. Die oberhalb der Türstürze geschlossenen Korridorwände wirken als zwei Längsträger, die zusammen mit den Dachscheiben einen leistungsfähigen zweistegigen Plattenbalken formen. Von diesem Zentralträger aus kragen die Zimmertrennwände nach aussen, mit der Decke über EG als Druckplatte. Die Fassade benötigt keine weiteren Tragelemente mehr, sie erscheint im Rohbau wie die abgeschnittenen Enden einer quer zum Gebäude verlaufenden Hohlzellenstruktur. Wegen der geringen Abstände zwischen den Tragelementen können die Betonabmessungen rein statisch gesehen sehr dünn gewählt werden. Da die Betonabmessungen auch für die Akustik eine wichtige Rolle spielen werden, ist zur Dimensionierung der Betonteile eine Diskussion mit dem Akustiker notwendig. Das flache Walmdach mit einer Dachneigung von 10° wirkt über dem Musiksaal als Faltwerk, es benötigt keine Zugbänder im Innenraum.
AUSBLICK: MUSIKHAUS ALS KOPFBAU FÜR ERWEITERUNGEN
Das Musikhaus ist so konzipiert, dass es zu einem späteren Zeitpunkt Erweiterungen zulässt. Es würde dann zum Kopfbau nicht nur für den bereits bestehenden Trakt von Spezialzimmern, sondern auch für eine nördlich parallel dazu verlaufende Reihe von Schulzimmern.
Neubau Haus Schuler
Dachaufstockung Mehrfamilienhaus Kornhausstrasse
Neubau Werkhof Friedhof Einsiedeln
Der hinterste Teil des Friedhofs wird durch eine vierseitige, in den Friedhof hinein gestellte Mauer eingefriedet. Diese Mauer trennt den Werkplatz besser vom restlichen Friedhofgelände ab, sowohl optisch als auch akustisch.
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Durch einen zusätzlichen Aufbruch der Friedhofmauer wird eine separate Zufahrt zum Werkplatz möglich, auch für grosse Lastwagen. Durch drei kleinere Zugänge gelangt man über die drei anderen Ecken des Werkplatzes in den Friedhof. Drei Mauern, die von West nach Ost entsprechend dem fallenden Gelände abgestuft sind, bilden den neuen Werkhof. Vieles, das heute im Freien und unter provisorischen Behausungen gelagert und bearbeitet wird, soll unter Dach gestellt werden. Dafür ist an der Westmauer eine grosse Einstellhalle vorgesehen, die zur einen Hälfte geschlossen ist und als Garage dient. Die anderen Hälfte ist offen und wird als Lager- und Aufbereitungsplatz für Aushub, Abfall und Kompost genutzt. Die Umfassungsmauer bildet die Aussenwände, ein höheres Dach lässt den für die Belichtung notwendigen Streifen offen. Für den maschinellen Einsatz ist die projektierte minimale Innenraumhöhe von 4.50m notwendig. An der gegenüberliegenden Mauer ist die Blumenhalle angeordnet. Sie ist deutlich kleiner und überragt die Mauer nicht. Über grosse Öffnungen im Dach wird direktes Sonnelicht in die Halle geführt. Durch die Bepflanzung der Aussenseite der neuen Mauern und der Dächer wird der Werkhof zurückhaltend in die vorhandene Stimmung des Friedhofs eingefügt.
Umgebungsgestaltung Haus Staub
Neubau ref. Kirchgemeindehaus Einsiedeln
Mit der Einweihung am Bettag geht eine lange und intensive Planungs- und Bauzeit zu Ende. Seit dem 27.1.2003 wurden in nicht weniger als 75 Sitzungen Bedürfnisse geklärt, Machbarkeitsstudien und Vorprojekte verglichen, Modelle begutachtet, Ausführungsdetails und Materialien bestimmt. Was heute als Gesamtanlage selbstverständlich und logisch weitergebaut empfunden wird, entwickelte sich in einem langen Prozess. Aufgrund des Wachstums hatte die Kirchgemeinde schon vor Jahren ein Nachbargrundstück gekauft und begann die Planung in der Absicht, darauf einen Neubau zu realisieren. Kostenrahmen und Bedürfnisse liessen erkennen, dass der Neubau als Erweiterung der Kirche geplant werden musste. Was zuerst eher als Kompromiss geprüft wurde, entwickelte sich bald zur Ideallösung.
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Konzept
Zuerst wurde 1943 die Kirche in gebührendem Abstand vis-à-vis des Klosters auf den kleinen Hügel neben der Brauerei gebaut. 1976 folgte das Pfarrhaus. Jetzt wurden die zwei Bauten durch die Ergänzung des Kirchgemeindehauses zu einem stimmigen Ensemble erweitert, das sich um den zentralen neuen Hof gruppiert. Der Neubau schliesst auf der Südseite an die Kirche an, wo sich das Kirchenfoyer befindet. Durch das Öffnen von Schiebewänden können die Kirche, das Kirchenfoyer und die neue Cafeteria miteinander verbunden werden, so dass ein Raum für Grossanlässe entsteht. Es war uns ein zentrales Anliegen, die Kirche im Inneren wie im Äusseren wenig zu beeinträchtigen und ihr die Stellung als Hauptbaute im Ensemble zu bewahren und zu stärken. Der Kirchenraum blieb in seiner ursprünglichen Dimension erhalten und wurde möglichst nahe an seinen einfachen und kargen Charakter zurückgeführt. Der Neubau wird durch das Satteldach und die Ziegeleindeckung in die vorhandenen Bebauung eingebunden und markiert durch die Fassadengestaltung und die Materialisierung seine öffentliche Funktion. Die bauliche Entwicklung der Kirchgemeinde kann auch an der Entwicklung der Küche aufgezeigt werden. Aufgrund der vielfältigen Anlässe im Kirchenjahr beansprucht die Küche einen wichtigen Platz in den Räumen der Kirchge- meinde. Die erste Küche befand sich im Obergeschoss der Kirche, über eine steile «Himmelsleiter» erschlossen und mit einem Warenaufzug mit dem Kirchenfoyer verbunden. Die zweite Küche wurde neben dem Kirchgemeindesaal im Pfarrhaus eingebaut, viele Treppenstufen von der Kirche entfernt. Und nun hat die Küche grösser und heller endlich Platz gefunden auf dem Niveau des Festsaales. Sie liegt zentral im Neubau und erschliesst direkt die Cafeteria und den Festplatz. Auch ins Kapitel der Verbesserungen gehört die Verlegung des Zuganges zur Kirche. Ursprünglich führte eine grosszügige Treppe von der Spitalstrasse direkt vor die Kirche. Durch den Ausbau der Strasse, den Bau des Pfarrhauses und vor allem durch den Anbau einer Garage wurde der Kirchenaufgang regelrecht marginalisiert. Neu gelangt man entlang einer Baumreihe über den Schlüsselmattweg und den Hof direkt zur Kirchentür. Sozusagen parallel führt auch die Treppe im Neubau vom Vorplatz zum Festplatz.
Gestaltung
Gegen aussen wirkt der Neubau als geschlossener Körper, der durch grosse Bandfenster rhythmisiert wird. Ein Ausschnitt markiert den Eingang. Zum Hof ist das Gebäude geöffnet und grosszügig verglast. Durchsichten, Spiegelungen und das durchgehende Metallgeländer lassen Hof und Korridor zusammenfliessen. Eine besondere Herausforderung bildete die Gestaltung der Cafeteria, welche als multifunktionaler Raum das eigentliche Herzstück des Neubaues bildet. Zum einen ist sie eben Cafeteria und Schulraum mit den entsprechenden Installationen, zum andern dient sie auch als Versammlungs- und Festraum, den man um das Kirchenfoyer erweitern kann, und umgekehrt kann sie auch zur Kirche geschlagen werden. Ähnlich wie bei der Kirche wird der Raum mit einer massiven Mauer gegen aussen abgegrenzt, während Holz und Glas zum Hof die Weichseite bilden. Die Hofverglasung und ein Dachfenster stellen einen stimmigen Sichtbezug zum Kirchturm und der dazwischenliegenden Strauchrabatte her.
Bauweise und Materialisierung
Der Neubau ist ein Massivbau mit Aussendämmung und hinterlüfteter Schindelfassade. Das 1. Geschoss ist ebenerdig vom Schlüsselmattweg erschlossen und steckt rund 1 Meter im Erdreich. Das 2. Geschoss ist mit einem Lift erschlossen und liegt auf der gleichen Höhe wie die Kirche. Das Satteldach ist eine mit Pfannenziegeln eingedeckte Holzkonstruktion. Die Materialisierung entwickelte sich stark aus der vorhandenen Stimmung der Kirche. Diese ist geprägt durch die grob verputzten Mauern, den Holzboden, die Holzdecke und die Holzmöbel. Diese karge und zugleich familiär stubenartige Stimmung wurde ähnlich in der Cafeteria und in den Schulräumen realisiert. Die Jugendräume haben mehr einen Werkstattcharakter und sollen den Jugendlichen Raum für eigene Einrichtungsvorstellungen lassen. Eine spezielle Herausforderung war die Wahl des Fassadenmateriales. Mit welchem Material kann man in der passenden Wertigkeit und Farbigkeit an den rohen Sandstein anschliessen? Für uns kamen nur die recht groben Lärchenschindeln in Frage, welche durch ihre Textur, ihre Rohheit und ihr Verwitterungsverhalten optimal an die Sandsteinfassade der Kirche anschliessen.
Umgebung
Dem Bau der neuen Anlage musste fast der ganze ehemalige Pfarrgarten weichen. Die schöne Linde im Bereich des Kirchenvorplatzes konnte jedoch erhalten werden. Sie bildet heute das Zentrum des neuen Festplatzes, welcher den höchstgelegenen Hofteil ausmacht. Auf der mittleren Ebene befindet sich der Garten des Pfarrhauses. Mauerscheiben, die mit Kletterpflanzen noch begrünt werden, schützen diesen privaten Teil von den öffentlichen Bereichen. Der Vorbereich des neuen Kirchgemeindehauses stellt gleichsam die tiefstgelegene Hof-Ebene dar. Die prägenden Materialien auf den einzelnen Ebenen resp. in den einzelnen Hof- Bereichen erlauben eine Benennung nach Farben: Mit dem grauen Hof ist der Festplatz gemeint, der einen Kiesbelag aufweist. Der grüne Hof bezeichnet den Pfarrgarten mit Rasen, Stauden, Sträuchern und Bäumen. Der schwarze Hof erhält seinen Namen wegen des Asphalt-Belages. Die Parkplätze befinden sich unterhalb des Schlüsselmattweges. Einige in der Reihe gepflanzte Feldahorn-Hoch- stämme sorgen für Schatten und führen die Besucher zum neuen Hauptzugang. Energie Die vorhandene Öl- und Elektroheizung wurde entfernt und durch eine neue Gasheizzentrale im Pfarrhaus ersetzt, welche die gesamte Anlage beheizt. Der Neubau wurde sehr gut gedämmt, in der Kirche wurden der Boden und die Decke nachgedämmt. Praktisch die ganze Beleuchtung ist mit Sparlampen ausgerüstet. Die Beleuchtung der Kirche wurde aus ästhetischen und energetischen Gründen ersetzt.
Neubau Haus Egli
Sanierung Schulhaus Brüel
Das Schulhaus Brüel ist das grosszügigste profane Gebäude in der Umgebung von Einsiedeln. Es dokumentiert eindrücklich die Bedeutung der Volksschule im ausgehenden 19. Jahrhundert.
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Aufgrund der grosszügigen räumlichen Konzeption und der, in seiner Grundstruktur sehr guten Bausubstanz kann dieses Haus der Schule durchaus weitere 100 Jahre dienen. 34 Jahre nach der letzten Gesamtsanierung wurde das Haus sanft renoviert und in Bezug auf die schulischen Einrichtungen modernisiert. Dach, Fassade, Treppenhaus und Aula wurden in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege nahe der historischen Fassung restauriert. Die Schulzimmer wurden gemäss den Bedürfnissen der Schule erneuert, d.h. mit Akustikdecken und zeitgemässen Einrichtungen versehen. Die grossen Korridore wurden mit einer Glaswand vom Treppenhaus abgetrennt und dienen nun nicht nur als Garderobe, sondern auch als Gruppenraum für die zwei dahinter liegenden Schulzimmer. Die Gruppenräume bilden den Übergang vom historischen Treppenhaus zu den modernen Schulzimmern. Mit dem Einbau eines Liftes wurde das gesamte Schulhaus rollstuhlgängig.
Neubau Siedlung Lincoln
Die IG Siedlung Lincoln hatte im April 2002 ihr erstes Angebot an die Annuntiata Stiftung Schwyz gerichtet und konnte nach längeren Verhandlungen im Februar 2003 einen Kaufrechtsvertrag für das Grundstück unterschreiben. Das Konzept für das Projekt wurde wie folgt zusammengefasst: „Es ist unser Ziel, ein kleines, kontaktfreundliches Wohnquartier zu realisieren, das soziale, ökologische und ökonomische Rahmenbedingungen schafft für ein angenehmes und bereicherndes Zusammenleben. Neben den allgemein geläufigen Bedürfnissen nach Individualität und Privatheit sollen auch gemeinschaftliche Qualitäten ermöglicht und gefördert werden“.
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Einfache Gesellschaft Siedlung Lincoln
Für den Kauf des Grundstückes und die Finanzierung der Vorarbeiten gründeten acht Familien resp. Paare die Einfache Gesellschaft Siedlung Lincoln. Zweck der Firma war der Bau der Siedlung zur eigenen Nutzung und zum Verkauf der zusätzlichen Einheiten. Das glückliche Gelingen des Projektes basierte wesentlich auf dem Geschick und der Gelassenheit der Geschäftsleitung und auf der engagierten und fairen Diskussionskultur innerhalb der Gesellschaft.
Konzept
Schon die ersten Skizzen liessen die optimale Eignung dieses Grundstückes für die Realisierung des formulierten Zieles erkennen. Die rund 100 Meter lange Parzelle an bester Wohnlage ermöglichte in verdichteter Bauweise die Platzierung von 10 bis 20 Wohnungen. Ein privates Bauverbot auf rund einem Fünftel der Fläche hielt die Einfamilienhaus-Pläne anderer Interessenten in Schach. Mit dem Konzept einer verdichteten Bebauung konnte die Bauverbotsfläche in den grosszügigen gemeinsamen Aussenraum integriert werden. Nachdem die Einzonung, die Erschliessung, das Gestaltungsplanverfahren und das Bauprojekt genehmigt worden waren, konnten im September 2005 die Bauarbeiten aufgenommen werden. Im Oktober 2006 wurden die sechs Reihenhäuser, im Februar 2007 die sieben Wohnungen im Mehrfamilienhaus bezogen.
Sparsamer Landverbrauch
Der sparsame Umgang mit dem Land ist ein Gebot der Stunde und wird mit der verdichteten Bauweise erreicht. Das bringt auch den Vorteil mit sich, dass die Infrastruktur zusammengefasst werden kann. Der ge-samte Autoverkehr wird an der erstmöglichen Stelle vom Lincolnweg abgenommen und auf den gemeinsamen Parkplatz respektive in die Einstellhalle geführt. Die Einstellhalle ist zur Hälfte oberirdisch und dadurch natürlich belichtet und belüftet. Sämtliche Medien werden im Untergeschoss des Mehrfamilienhauses einge-speist und über die zusammengebauten Keller auf die Reihenhäuser verteilt. Ebenso die Raumwärme und das Warmwasser werden zentral aufbereitet und verteilt.
Gemeinschaft und Individualität
Gemeinschaft und Individualität sind wichtige Lebensqualitäten, die in der Planung gleichwertig berücksichtigt werden mussten. Auch galt es, alle Gesellschafter gemäss ihren Bedürfnissen und ihrem Budget in das Projekt zu integrieren. Entstanden ist eine Überbauung mit 13 Wohnungen, die alle verschieden gross, unterschiedlich gestaltet und entsprechend unterschiedlich teuer geworden sind. Jede Wohnung ist sehr gut be-sonnt und profitiert von der schönen Aussicht. Jede Wohnung hat mindestens einen geschützten Aussenbereich und hat Anteil an den gemeinsamen Aussenräumen. Alle Reihenhäuser und die Maisonettewohnung im Mehrfamilienhaus haben sowohl einen privaten Garten auf der Südwestseite der Gebäude als auch einen kleinen Vorplatz auf der Hofseite. Die Räume zwischen den nahe stehenden Bauten werden ebenfalls als kleine private Höfe genutzt. Der gemeinschaftliche Aspekt zeigt sich zuerst im einheitlichen Erscheinungsbild der ganzen Siedlung. Die einzelne Wohnung und der einzelne Garten sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Zentral sind der gemeinsame Zugang und der grosse Hof. Auch zu den Gemeinschaftsbereichen zählt das grosszügige und lichtdurchflutete Treppenhaus im Mehrfamilienhaus.
Durchmischte Bewohnerstruktur
Die Siedlung ist sehr familienfreundlich angelegt. Sie bietet aber auch kleineren Haushalten und älteren Menschen angenehme Wohnbedingungen. Die Wohnungsgrössen liegen zwischen 3,5 bis 7.5 Zimmern und 90 bis 193 m2 Grösse. Das Alter der Bewohner reicht von 2 bis 70 Jahre. 18 Kinder bringen viel Leben in die Siedlung Lincoln. Im Mehrfamilienhaus sind bis auf eine Maisonette alles bequeme Geschosswohnungen. Ein Lift erschliesst alle Geschosse. Ohne Stufe erreicht man das Treppenhaus vom Haupteingang, von der Einstellgarage und vom Veloraum. Die Velos sind ein wichtiges Verkehrsmittel der Bewohner. Deshalb sind die geschützten Einstellplätze nahe am Treppenhaus respektive vor den Hauseingängen der Reihenhäuser platziert.
Bauweise
Die Gebäude sind konventionell erstellt, d.h. in Massivbauweise gemauert und betoniert. Die Decken und Dächer sind teilweise aus Holz. Die Wohnhäuser sind aussen mit einer 20cm dicken Dämmung isoliert und mit einer Holzschalung verkleidet. Sämtliche Nebenbauten sind roh betoniert. Die Flachdächer der Hauptbauten wurden begrünt.
Gestaltung
Die neue Siedlung beherbergt mehr Wohnungen als alle Nachbarbauten zusammen. Es wäre ein sinnloses Unterfangen, dieses Volumen irgendwie an die viel kleineren Nachbarbauten anpassen zu wollen. Es war jedoch möglich, die Neubauten gut ins Gelände einzupassen, grosszügige Bauabstände und geringe Gebäudehöhen einzuhalten. Mit zu diesen Überlegungen gehört auch die Wahl von Flachdächern. So beeinträchtigen die Neubauten weder die Besonnung noch die Aussicht der Nachbarn. Die Materialisierung hält sich an zwei Grundsätze, nämlich „aussen roh, innen fein“ und „aussen einheitlich, innen individuell“. Bei den Fassaden gibt es nur die Materialien Beton, rohe Holzschalung, lasierte Holzwerkstoffplatten und rohes Metall. Diese Materialien und ihre Farben haben den Vorteil, dass sie reizvoll zueinander und zur Umgebung passen und dass sie mit dem Alter eine natürliche Patina entwickeln. Die unregelmässige Platzierung der Fenster in der Fassade ist ein Hinweis auf die individuellen Grundrisslösungen dahinter. Insgesamt unterstützt dieses Gestaltungsprinzip aber die einheitliche Gesamterscheinung der Siedlung.
Umgebung
Während sich nordöstlich der Gebäude die gemeinsamen grosszügig konzipierten Aussenräume erstrecken, bilden die kleinräumigen privaten Abschnitte im Südwesten einen ‚dichten’ Garten. Die räumlich prägenden Elemente wie Mauern (Beton, Drahtschotterkörbe) und Hecken leiten sich einerseits aus der topografischen Situation ab, andererseits entfalten sie eine trennende Wirkung durch die präzise Setzung in ausgewählten Bereichen. Auf diese Weise definiert eine Mauerscheibe den Übergang vom halböffentlichen Bereich (Nebenzugang, Besucherparkplätze) zu den privaten Gärten. Die über alle Gärten in freier Anordnung gepflanzten Hoch-stammbäume (Erlen), Baumdächer (Platanen) und schirmartig wachsenden Sträucher (Felsenbirnen) lassen diesen Bereich zunächst als grossen Gartenraum erscheinen, während niedrig gehaltene Buchenhecken die privaten Räume mit der individuellen Anordnung von Sitzplätzen, Staudenrabatten, Gemüsebeete u.v.a. ermöglichen. Durch die Setzung einer weiteren Stützmauer entlang der ehemaligen Hangkante des Grundstückes und durch die Pflanzung einer geschwungenen Feldahornhecke entlang dem Böschungsfuss unterhalb dem Lincoln wirkt der gemeinsame Aussenraum im Nordosten als Hof. Er bietet mit Asphalt-, Kies-, Sand- und Ra-senflächen, mit Hecken und Bäumen, mit Stufen, Rampen, Sitzmauern und gedeckten Bereichen vielfältige Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Klein und Gross. Das Wachsen der Bäume, das Verdichten der Hecken und das Ausbreiten der Kletterpflanzen (Wilder Wein, Kletterhortensien, Efeu) auf den Betonstützmauern in den nächsten Jahren erhöht die atmosphärischen Qualitäten der Siedlung Lincoln und sorgt bei sommerlichem Wetter für Schatten und angenehmes (Mikro)Klima.
Ökologie
Die Berücksichtigung der Ökologie beim Bau und Betrieb der Siedlung war von Anfang an ein Programmpunkt. Die ganze Siedlung ist im Minergiestandard erstellt. Die Gebäude sind sehr gut gedämmt und werden mit einem Holzkessel (Pellets) beheizt. Das Warmwasser wird mit Sonnenkollektoren und mit der Holzheizung aufbereitet. Jede Wohnung hat ihre eigene Komfortlüftung. Raumheizung und Wasserverbrauch werden individuell abgerechnet. Die Fassadenverkleidung besteht aus unbehandeltem Holz. Die Flachdächer sind begrünt und halten einen Grossteil des Regenwassers zurück. Ein grosser Anteil der Belagsflächen ist sickerfähig.
Neubau Holzschnitzelheizung Drei Kreuzern
Sanierung Wohnhaus Linsi
Neubau Einfamilienhaus Zentner
Neubau Holzbrücke Selgis
Kurz nach dem Taleingang ins Muotathal im Kanton Schwyz, überquert die Selgis-Brücke, eine im
Jahre 2001 neu erstellte, gedeckte Holzbrücke die Muota in einem nahezu unbebauten Gebiet. Die einspurige Strassenbrücke ersetzt eine vor gut 50 Jahren erbaute Betonbrücke, die
sanierungsbedürftig war.
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Die Bauherrschaft, die ‚einfache Gesellschaft Selgis‘, entschied sich für den Neubau einer Brücke in Holz. Sie dient der Erschliessung des Weilers Selgis, eines Forstgebietes und einer Aushubdeponie auf der linken Uferseite der Muota.
Das ausgeführte Projekt wurde im Rahmen eines ‚Brückenwettbewerbes mit Honorarofferte‘ von der Fachjury und der Bauherrschaft für die bauliche Umsetzung ausgewählt. Die Wettbewerbsvorgaben verlangten eine gedeckte Holzbrücke mit 4.5m Fahrbahnbreite, 6m lichter Breite und 4.5m lichter Höhe. Die Brücke ist ausgelegt für Fahrzeuglasten bis 40t.
Bei Selgis liegen über dem Kalkfelsuntergrund bis zum Talboden mächtige nacheiszeitliche
Seeablagerungen, welche mit einer dünnen Schicht aus grobem Überschwemmungsschutt der Muota überdeckt sind. Diese Seeablagerungen treten auch im Bereich der Brückenwiderlager auf. Sie sind wenig tragfähig und sehr setzungsempfindlich. Es galt deshalb eine möglichst leichte, und eine bezüglich Setzungen unempfindliche Brückenkonstruktion zu wählen.
Architektonisches Konzept
Die Brücke steht in der Landschaft, ohne direkten städtebaulichen Zusammenhang mit den
Siedlungen im Muothathal. Sie befindet sich im Bereich des Überganges der Muota vom offenen
Talkessel in die bewaldeten Ufer. Es war das Ziel eine Brücke zu konstruieren, die unter den Prämissen von Holz und Dach eine klare und einfache Lösung darstellt und in ihrer Gestaltung eindeutig in die Neuzeit einzuordnen ist. Die Brücke liegt als einfacher Kasten auf den betonierten und fest im Boden verankerten Brückenköpfen. Konstruktiv ist der „Kasten“ in Fachwerke aufgelöst. Das Fachwerk beansprucht wenig Platz um das Raumlicht und ergibt einen schlanken, gedeckten Brückenkörper. Die Windaussteifung wird mit aus dem Fundament wachsenden Betonpfeilern gelöst. So wird das Raumlicht nicht durch einen Portalrahmen gemindert. Alle Teile der Konstruktion sind sichtbar und voneinander getrennt, was neben der gestalterischen Klarheit auch Vorteile in Unterhalt und Kontrolle bringt. Die Brücke ist geschützt durch ein Flachdach und eine Verkleidung mit aufgestellter Stülpschalung. Das Fachwerk bleibt so auch von aussen sichtbar, weil die aufgestellte Stülpschalung leicht transparent ist (Anteil Durchsicht ca. 1/3). Die optische Leichtigkeit einer Fachwerklösung muss dank der bis zum Dachrand hochgezogenen Verschalung nicht dem Wetterschutz geopfert werden (z.B. weitausladendes Dach). Die Stülpschalung glättet die lebhafte Fachwerkkonstruktion zu einem
einfachen und klaren Körper. Der Ausformulierung wird besonders bei der Gestaltung des
Auflagerbereichs Beachtung geschenkt. Die Durchsicht durch die Stülpschalung ergibt eine gute Belichtung in der Brücke ohne den Einbau von störenden Fenstern. Die unterschiedlichen Lichtverhältnisse führen zu abwechslungsreichen und überraschenden Bildern der Brücke.
Tragkonstruktion
Das Haupttragwerk der Brücke besteht aus zwei Fachwerkträgern, die als einfache Balken gelagert, auf den beiden Widerlagern aufliegen. Diese Ständerfachwerke haben eine statische Höhe von 5.2m und eine Spannweite von 36.8m. Die Verkehrslasten werden mittels der quervorgespannten Fahrbahnplatte aus Brettschichtholz und die Dachlasten durch die Brettstapelplatte auf Querträger abgetragen, welche ihrerseits die Lasten in Abständen von 4.6m in die Fachwerkknoten einleiten. Der horizontale Wind- und Stabilisierungsverband in der Dachebene und die Fahrbahnplatte steifen die Tragkonstruktion aus. Die Windkräfte aus dem Dachverband werden bei den Portalen über die seitlich angeordneten Betonpylone in die Fundamente geführt. Die Widerlagerbänke aus Beton übertragen die Auflagerkräfte auf Holzpfähle, welche 15 bis 20m in die Seeablagerungen eingebunden sind. Die Pfähle tragen die Lasten über Mantelreibung in diese Schichten ab.
Holzverbrauch
– Schnittholz Fichte/Tanne: ca. 50 m3
– Schnittholz Eiche: ca. 4 m3
– Brettschichtholz Fichte: ca. 107 m3
– Brettschichtholz Eiche: ca. 2 m3
– Furnierschichtholz Kerto: ca. 2.5 m3






























































































































































































































































