Die Vermietung der Wohnungen wurde schwieriger und gelang nur mit dem Versprechen, eine Küche zu sanieren. Daraus ergab sich der Ersatz aller Küchen und Bäder und eine energetische Sanierung im Minergie-Standard. Mit gezielten Eingriffen wurden Verbesserungen angebracht, ohne die Grundrisse mit dem idealen Wohnungsmix zu verändern. Das enge und dunkle Treppenhaus wurde bis auf die Fassadenflucht mit verglasten Podesten erweitert und mit grossen Fenstern geöffnet. Den giebelseitigen Wohnungen wurde ein Estrichraum zugeschlagen. In der strassenseitigen 4-1/2-Zimmer-Wohnung in Form eines zusätzlichen Zimmers, in der seeseitigen 5-1/2-Zimmer mit einer Galerie. Die Küchen der grossen Wohnungen wurden zum Korridor hin geöffnet und mit einer breiten Schiebetür versehen, was beiden Räumen Weite und Tageslicht bringt. Generell sollte die äussere Erscheinung etwa gleich bleiben, um zusammen mit zwei gleichzeitig erbauten Nachbargebäuden weiterhin ein Ensemble zu bilden, ohne jedoch die Modernisierung zu verstecken. Das in seiner Grundsubstanz solide und gut erhaltene Gebäude wurde mit einer 18cm dicken verputzten Mineralwolldämmung versehen. Die schmalen und auskragenden Balkone wurden abgefräst und auf der Südseite mit neuen, grösseren ersetzt. Es wurden neue Monobloc-Fenster eingesetzt, welche bei optimaler Dämmung von Leibung und Rahmen keinen Glaslichtverlust bringen.
Zum Minergie-Standard gehört auch die Komfortlüftung, die an der Zürcherstrasse auch aus Schallschutzgründen sinnvoll ist. Das Lüftungsgerät ist im Estrich platziert, die Abluft wird über teils alte, teils neue Kanäle aus den Nasszellen geführt. Die Zuluft wird über die Fassade in die Schlaf- und Wohnräume geblasen. Das Gebäude wurde im Betrieb, das heisst ohne Umzug der Bewohner saniert.